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Wie stärke ich meine Resilienz?

Resilienz bezeichnet die Widerstandskraft der Seele. Resiliente Menschen reagieren flexibel auf Störfaktoren und Krisen, sie meistern die Herausforderungen des Lebens. Doch wie zeigt sich Resilienz und wie kann sie eingeübt werden?

In der Forschung wird Resilienz mit sieben Faktoren beschrieben. Wer sich mit den folgenden Themen auseinandersetzt und über deren Bedeutung im eigenen Leben nachdenkt, kann mehr psychische Stärke entwickeln.

© Shiatsu Gesellschaft Schweiz

Ein erster Schritt ist die Akzeptanz der momentanen Situation. Erfahrungen werden an- und das Unabänderliche daran hingenommen. So tritt die aktuelle Krise in den Hintergrund und es ist wieder möglich, die Fürsorge sich selbst gegenüber wahrzunehmen. Bekannt ist diese Haltung aus dem Gelassenheitsgebet, welches als Mantra für sich aufgesagt werden kann. So wird Akzeptanz verinnerlicht: «Gib mir die Gelassenheit, Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann, den Mut, Dinge zu ändern, die ich ändern kann, und die Weisheit, das eine vom anderen zu unterscheiden.»


Dann ist es wichtig, auch in schwierigen Zeiten optimistisch zu bleiben. Wer zuversichtlich denkt, weiss, dass Probleme auch wieder vorbei gehen. So öffnet sich Raum für den Blick auf das Gute, die Lebensfreude wird gestärkt. Hier kann es nützlich sein, sich ein Moodboard zu erstellen. Auf einer Pinwand oder einem Brett können Zitate, Fotos, Gedichte, Ziele, Erinnerungen, Gegenstände etc. gesammelt werden, die mit guten Gefühlen verbunden sind. Das richtet die Aufmerksamkeit auch in schweren Stunden auf die positiven Seiten des Lebens.

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Wer zuversichtlich denkt, weiss, dass Probleme auch wieder vorbei gehen. (© unsplash.com)

Selbstwirksamkeit ist der nächste wichtige Faktor. Wer in der Opferrolle verharrt, verbraucht Energie an der falschen Stelle. Das Gestalten und aktive Auseinandersetzen mit dem eigenen Handeln stärkt den Glauben an sich selbst. Hierzu kann man sich abends überlegen, wie der Tag verlief und Beispiele notieren: «Das habe ich heute gut gemacht». So entsteht nach und nach ein Tagebuch der eigenen Kompetenzen.


Mit der Selbstwirksamkeit ist die Eigenverantwortung verbunden. «Jeder ist seines Glückes Schmied» gilt nie so sehr wie in einer Krise. Wo übernimmt man Verantwortung für das eigene Handeln und in welchem Bereich braucht man vielleicht noch Hilfe dabei? Sich diese Hilfe zu suchen, ob in einer Therapie oder anderweitig, zeigt die Bereitschaft, Verantwortung für sich selbst zu übernehmen.


Um schwierige Zeiten auszuhalten, helfen Kontakte zu anderen. Resiliente Menschen haben oft ein grosses Netzwerk. Eine Freundin von früher über Social Media anschreiben, ein Hobby wieder pflegen und dadurch neue Kontakte knüpfen, einen Kurs besuchen: Es gibt viele Möglichkeiten unter Menschen zu kommen. Eine Einladung zum Kaffee auszusprechen braucht vielleicht im ersten Moment Überwindung, die folgenden zwei Stunden Lachen und Reden nähren dafür die Seele nachhaltig.

Kontakte sind wichtig für Relienz

Um schwierige Zeiten auszuhalten, helfen Kontakte zu anderen. (© unsplash.com)

Wer sich selbst gut kennt, dem fällt es leichter, sich in schwierigen Situationen zu orientieren. Die Kenntnis der eigenen Werte und Fähigkeiten hilft, passende Lösungen zu suchen. Die Frage soll nicht sein «Warum ich?», sondern «Wozu dient mir diese Erfahrung?». Den Fokus auf das zu richten, was gut tut und weiterbringt, ist lösungsorientiert. Damit verharrt man nicht im Problem und eröffnet sich neue Blickwinkel. Solche Gedanken lassen sich sehr gut in der freien Natur entwickeln, auf einem Spaziergang im Wald, beim Joggen oder einer Bergtour.

Schliesslich kommt der Faktor der Zukunftsorientierung zum Tragen. In Krisen scheinen sich die Schwierigkeiten oft aufzutürmen. Hier kann es hilfreich sein, dahinter zu sehen, wohin der Weg weitergehen kann. Ein Problem ist keine Sackgasse, sondern eine Abzweigung zu neuen Zielen. Das Ausrichten auf die Zukunft, das Ausmalen von neuen Chancen hilft, den schweren Moment zu überstehen. Welche Träume möchte man im Leben noch verwirklichen? Eine tolle Inspiration liefert der Film «The Bucket List» mit Jack Nicholson und Morgan Freeman. Nach einem gemütlichen Filmabend sprudeln die Ideen zu eigenen Lebenszielen nur so heraus.


Jede*r kann die Fähigkeit zur Resilienz im Alltag üben. Doch es braucht Aufmerksamkeit und etwas Geduld mit sich selbst, sie zu entwickeln. Bei gesundheitlichen Problemen können dabei die verschiedenen Methoden der KomplementärTherapie Unterstützung bieten. Eine Übersicht der Methoden gibt es hier.

Autor:

Shiatsu Gesellschaft Schweiz

www.shiatsuverband.ch


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