Logo Komplementär Therapie
Logo Komplementär Therapie

Für ein starkes Immunsystem - gegen Stress

Stress erhöht die Infektionsanfälligkeit und schwächt das Immunsystem. In einem entspannten und regulierten System wiederum funktioniert auch die Immunabwehr leichter und besser. Komplementärtherapeutische Methoden, wie beispielsweise die Craniosacral Therapie, können dabei unterstützend wirken.

© stock.adobe.com

In einer Welt, in der immer mehr von uns Menschen verlangt wird und wir mit grossen Veränderungen umgehen müssen, ist Stress für viele alltäglich geworden. Chronischer Stress ist gemäss der Weltgesundheitsorganisation WHO eine der grössten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Covid-19 hat viele Menschen zusätzlich verunsichert und ihnen das Gefühl von Kontrolle, Sicherheit und Planbarkeit wenigstens vorübergehend genommen. Auch das kann Stress verursachen.

Stress schwächt das Immunsystem

Kurzfristig macht Stress uns leistungsfähiger, kann jedoch zugleich auch zu einem erhöhten Puls und Blutdruck führen. Längerfristig, das haben Studien gezeigt, führt Stress zu einer erhöhten Infektionsanfälligkeit, verlangsamt die Wundheilung und beeinträchtigt ganz allgemein das Immunsystem. Mittlerweile wird erforscht, inwieweit Stress für verschiedene Krankheiten wie Krebs, Depressionen und Demenz anfällig macht. Die KomplementärTherapie – und dazu zählt auch die Craniosacral Therapie –bietet hier mit ihrem ganzheitlichen, ressourcenorientierten Ansatz ein bewährtes Gegenmittel an.

Verbesserte Selbstregulation und Regeneration

Wie alle komplementärtherapeutischen Methoden geht auch die Craniosacral Therapie davon aus, dass Körper, Geist und Seele über eine tieferliegende Fähigkeit verfügen, sich selbst zu regenerieren und Gesundheit zu erhalten. Den Prozess der Selbstregulation unterstützen Craniosacral Therapeut*innen einerseits mit ihren sprachlichen Kompetenzen, die sie ressourcen- und potentialorientiert einsetzen, um den Prozess sicher und in die Tiefe zu begleiten. Andererseits mit ruhenden, sanften Berührungen, wodurch Spannungsmuster und Blockaden von innen her gelöst werden können. Die wohlwollende Präsenz der Therapeut*innen unterstützt die Selbstregulation ihrer Klient*innen zusätzlich. In der geschützten Gemeinsamkeit eines erlebten Prozesses erhöht sich der Tonus des Vagusnervs, was wiederum die parasympathische Aktivität anregt und dadurch stressreduzierend wirkt.

Therapuet*in arbeitet mit einer Klientin auf der Liege

© Cranio Suisse®

Orientierung an der innewohnenden Gesundheit

Durch die Orientierung an der innewohnenden Gesundheit der Klient*innen können körperliche und seelische Prozesse ins Gleichgewicht finden. Zudem kann sich das Nervensystem durch die positive Selbstwahrnehmung wieder besser regulieren, was eine Regeneration des gesamten Organismus ermöglicht und fördert.

Klient*innen nehmen während einer Craniosacral Therapie Behandlung in der Regel wahr, wie sich Aktivitäten im Körper verlangsamen und sie zur Ruhe kommen. Gedanken werden weniger, die Sinne weiten sich und Gefühle haben Raum da zu sein. In einer solchen Ruhephase verlagert sich die Produktion von Stresshormonen zu sogenannten Wohlfühlhormonen (Dopamin, Oxytocin, Serotonin, Endorphine). In einem entspannten und regulierten System funktioniert auch die Immunabwehr leichter und besser.

Studie belegt Reduktion von Schmerzen und Ängstlichkeit

Ähnliches hat auch die mit dem Holzschuhpreis ausgezeichnete wissenschaftliche Studie von Dr. Heidemarie Haller festgestellt. Sie untersuchte die Wirkung von Craniosacral Therapie bei chronischen Nackenschmerzen und fand heraus, dass nicht nur diese signifikant gelindert, sondern als Nebeneffekte auch der Schlaf der Probanden verbessert und ihre Ängstlichkeit erheblich reduziert werden konnten. Wie es in der Studie heisst, gingen mit Entspannungsphänomenen auf struktureller Ebene «auch emotionale Lösungsprozesse einher, die als Erleichterung und Befreiung empfunden wurden. Patienten beschrieben Gefühle wie Glück, Frieden und Zuversicht. Die Schmerzen erschienen jetzt weniger bedrohlich und weniger als Last.»

Autorin:

Cranio Suisse®, Schweizerische Gesellschaft für Craniosacral Therapie www.craniosuisse.ch


Referenzen:

Die vollständige Studie «Craniosacral Therapy for the treatment of chronic neck pain: a randomized sham-controlled trial (2016), Haller H, Lauche R, et al. University of Duisburg-Essen & Witten/Herdecke, Germany» ist in englischer und deutscher Sprache zu finden unter www.craniosuisse.ch.


Beitrag teilen

  •  Diesen Beitrag als PDF sichern
    Man touches his back / Symnoldbild gesundheitliche Beschwerden
    Gesundheitliche Beschwerden und was dagegen getan werden kann
    Unterschiedlichste Beschwerden wie beispielsweise Rückenschmerzen, Migräne-Anfälle, Schwindel oder Schlafstörungen stehen meist am Anfang einer komplementärtherapeutischen Behandlung. Der Besuch in einer KT-Praxis kann nach einer medizinischen Abklärung durch einen Arzt verordnet werden oder auch aus eigenem Antrieb geschehen.
    KomplementärTherapie als Beruf
    Was motiviert Menschen, eine komplementärtherapeutische Ausbildung in Angriff zu nehmen? Welchen beruflichen Hintergrund haben sie? Und wie sehen ihre Erfahrungen in der Ausbildung und danach im Ausüben der KomplementärTherapie aus? Drei Shiatsu-Therapeut*innen geben Auskunft.
    Yoga Therapie bei Brustkrebs
    Yoga Therapie ist eine Methode der KomplementärTherapie, die während einer Brustkrebserkrankung behandlungsbegleitend eingesetzt werden kann. Dadurch lassen sich Behandlungsnebenwirkungen wie Fatigue, Angst, Depression und Stress nachweislich senken.
    Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand
    7 Tipps, um Ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen
    Wollen Sie in Ihrem Alltag regelmässig etwas für Ihre Gesundheit tun? Möchten Sie Beschwerden lindern oder vorbeugen? Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand, indem Sie Ihren Körpersignalen im Alltag regelmässig Beachtung schenken und Ihre Selbstwahrnehmung trainieren. Den Signalen Ihres Körpers aufmerksam zuzuhören, hilft Ihnen, Beschwerden vorzubeugen und zu lindern.
    Eine gute Beziehung zwischen Therapeut*in und Klient*in ist wichtig
    Warum die Beziehung für den Therapieerfolg so wichtig ist
    Die KomplementärTherapie stellt die Beziehung zwischen Klient*in und Therapeut*in ins Zentrum. Wie macht sie das und warum ist das so wichtig für die Genesung? Weshalb Sie in einer Therapie nicht bleiben sollten, wenn Sie sich nicht ganz wohl fühlen. Und warum es Ihrer Genesung dient, wenn Sie Ihrer Therapeutin, Ihrem Therapeuten vertrauen, sich von ihr/ihm verstanden, wertgeschätzt und ernstgenommen fühlen.