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7 Tipps, um Ihre Gesundheit selbst in die Hand zu nehmen

Wollen Sie in Ihrem Alltag regelmässig etwas für Ihre Gesundheit tun? Möchten Sie Beschwerden lindern oder vorbeugen? Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand, indem Sie Ihren Körpersignalen im Alltag regelmässig Beachtung schenken und Ihre Selbstwahrnehmung trainieren. Den Signalen Ihres Körpers aufmerksam zuzuhören, hilft Ihnen, Beschwerden vorzubeugen und zu lindern.

Das Geheimnis der Selbstwahrnehmung

Viele Symptome und Krankheiten entstehen und verschlimmern sich dadurch, dass wir uns selbst übergehen. Wir wollen alles über das Denken kontrollieren und haben die Verbindung zu unseren körperlichen Kräften und Ressourcen verloren. Wir können die Signale des Körpers nicht mehr wahrnehmen.

 

In unserer kopf- und denkgesteuerten Gesellschaft ist die fehlende Aufmerksamkeit für Körpersignale weit verbreitet. Unsere Tätigkeiten und Pflichten füllen uns so aus, dass wir nicht mehr wahrnehmen, wie es uns selbst geht.

 

Raus aus dem Kopf - rein in den Körper

KomplementärTherapeutische Übungen und Behandlungen fördern gezielt Ihre Selbst- und Körperwahrnehmung. Alle Methoden der KomplementärTherapie basieren auf einem ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit. Neben körperlichen werden auch seelisch-geistige und soziale Dimensionen von Gesundheit mit einbezogen.

 

Wir stellen Ihnen hier Tipps und Übungen für den Alltag aus dem Bereich der Atemtherapie vor:

Nehmen Sie Ihre Gesundheit selbst in die Hand

(c) unsplash

Tipp 1: Machen Sie achtsame Pausen im Alltag

Nehmen Sie sich jeden Tag ein paar Minuten Zeit und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit nach innen. Hören Sie in sich hinein:

  • Wie geht es mir und meinem Körper?
  • Was spüre ich? Was nehme ich körperlich wahr?
  • In welcher Stimmung bin ich?
  • Was brauche ich, damit es mir gut geht?
  • So lernen Sie sich, ihren Körper und Ihre Bedürfnisse besser kennen.
Machen Sie achtsame Pausen im Alltag

Machen Sie eine Pause! (© unsplash.com)

Tipp 2: Achten Sie auf Ihre Gefühle und Bedürfnisse

Unterdrückte Gefühle und nicht wahrgenommene Bedürfnisse verursachen Spannungen im Körper, die auf Dauer zu Beschwerden und Krankheiten führen können.

Lassen Sie sich Zeit, Ihre Gefühle wahrzunehmen, wenn Sie in sich hineinhören. Suchen Sie nach Wegen, den schwierigen Gefühlen wie Trauer, Schmerz und Wut einen Raum und einen Ausdruck zu geben. Sprechen Sie über Ihre Gefühle.

Nehmen Sie wahr, welche Bedürfnisse mit ihren Gefühlen verbunden sind.

Spüren Sie, was Sie wirklich brauchen und welches Ihre Bedürfnisse sind.

Wenden Sie sich auch diesen Bedürfnissen zu.

Achten Sie auf Ihre Gefühle und Bedürfnisse

Achten Sie auf Ihre Bedürfnisse! (© unsplash.com)

Tipp 3: Pflegen Sie bewusst einen liebevollen Umgang mit sich selbst

Wir haben meist die Angewohnheit uns permanent selbst zu kritisieren.

Oft liegt der Fokus unserer Wahrnehmung auf unseren „Fehlern“ und auf dem was in unserem Leben nicht funktioniert.

Machen Sie sich aktiv bewusst, was es Positives gibt in Ihrem Leben und was Sie selber Gutes bewirken. Seien Sie nachsichtig und liebevoll mit sich.

Schenken Sie sich selbst öfter ein Lächeln.

Pflegen Sie bewusst einen liebevollen Umgang mit sich selbst

Seien Sie liebevoll mit sich! (© unsplash.com)

Tipp 4: Finden Sie Ruhe und Gelassenheit mit Meditation

Stärken Sie Ihre Seele, indem Sie Meditation und Achtsamkeitsübungen praktizieren.

Übung: Atemmeditation

Nehmen Sie Ihre Atembewegung achtsam wahr.

Dies können Sie im Stehen, Sitzen oder Liegen tun: Die Hand auf den Bauch legen und beobachtend wahrnehmen, wie sich der Bauch im Einatmen vorwölbt und im Ausatmen wieder zurückschwingt. Stellt sich Ruhe ein? Lassen Sie Ihren Atem bewusst fliessen.

Finden Sie Ruhe und Gelassenheit

Finden Sie Ruhe und Gelassenheit (© unsplash.com)

Tipp 5: Stärken Sie die Balance von Körper, Geist und Seele

Entspannen Sie regelmässig. Bauen Sie kleine Entspannungspausen von ein paar Minuten in Ihren Alltag ein. Dehnen Sie sich, lockern Sie Schultern, Nacken, Kiefer und den ganzen Körper. Gähnen Sie ausgiebig. Machen Sie Atem- und Bewegungsübungen.

Übung: Befreien Sie sich bewusst von Anspannung

  • Stellen Sie sich hin. Spüren Sie den Boden unter Ihren Füssen und atmen Sie ein paar Mal tief ein und aus.
  • Atmen Sie dann ein und ziehen dabei die Schultern hoch.
  • Lassen Sie die Schultern mit dem Ausatmen nach unten sinken.
  • Wiederholen Sie dies einige Male und stellen Sie sich vor, wie der Stress und die Spannung mit Ihrem Ausatmen nach unten in den Boden fliessen.
  • Achten Sie darauf lange und hörbar auszuatmen. Sie können auch einen Ton oder einen Seufzer von sich geben.
  • Dadurch kann Spannung von Ihnen abfliessen und Sie regulieren Ihre Körperspannung.
Dehnen und lockern Sie Ihren Körper!

Dehnen und lockern Sie Ihren Körper

(© Atemfachverband Schweiz, AFS)

Tipp 6: Haben Sie den Mut, sich abzugrenzen

Sagen Sie „nein“ zu Dingen, die für Sie unstimmig sind. Es ist wichtig, sich abgrenzen zu können und nicht blind alles zu erfüllen, was an Ansprüchen an Sie herangetragen wird.

Haben Sie den Mut, sich abzugrenzen

Grenzen Sie sich ab!

(© Atemfachverband Schweiz, AFS)

Tipp 7: Holen Sie sich professionelle Unterstützung

Haben Sie keine Scheu, sich professionelle Hilfe zu holen.

Wenn Sie Sorgen und Probleme haben, sprechen Sie mit jemandem.

Bemerken Sie körperliches Unwohlsein und Krankheitssymptome oder leiden Sie unter psychischen Symptomen wie beispielsweise Ängsten?

Warten Sie damit nicht zu lange.

Eine gute schulmedizinische Versorgung ist wichtig. In vielen Fällen ist aber auch eine komplementärtherapeutische Massnahme hilfreich und sinnvoll.

Holen Sie sich professionelle Unterstützung!

(© IDA - Verband für Rolfing & Strukturelle Integration Schweiz)

Autoren:

Katharina Miesch und Susanne Wagner, Atemfachverband Schweiz, AFS


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